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Crystal Santiago

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Mürbe Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre – Einfaches Rezept für Kindheitserinnerungen

Ready In 90 Minuten
Servings 30 Stück
Difficulty Medium

Ich hatte eigentlich vor, einen ganz anderen Keks zu backen. Einen schlichten Butterkeks, der in Schokolade getunkt wird. Nichts Besonderes, ehrlich gesagt. Aber dann war die Küche voller Menschen – meine Schwester, ihre zwei Kleinen, und mein Neffe, der unbedingt “helfen” musste. Das Mehl war schon über die Hälfte der Arbeitsfläche verteilt, die Butter war weicher als geplant, und ich griff im Chaos nach der falschen Marmelade. Statt der geplanten Aprikose landete Johannisbeerkonfitüre im Topf. Ich dachte, der ganze Tag ist im Eimer. Aber wisst ihr was? Diese kleinen roten, säuerlich-süßen Fensterchen in den mürben Plätzchen – das war der glücklichste Fehler, der mir je in der Küche passiert ist. Sie schmeckten nicht wie geplant, sondern wie früher. Wie die Spitzbuben von der Bäckerei meiner Oma, die es schon lange nicht mehr gibt. Seitdem backe ich nur noch diese Version. Es ist, als hätte das Rezept auf diesen Moment gewartet.

Warum ihr diese Spitzbuben lieben werdet

Diese Kekse sind nicht einfach nur Gebäck. Sie sind eine kleine Zeitreise. Ich habe dieses Rezept über Jahre hinweg immer wieder verfeinert, bis es genau so war, wie ich es in Erinnerung hatte: zart, mürbe, und mit diesem besonderen, leicht säuerlichen Fruchtkick.

  • Mürbe & Zart: Der Teig zerfällt fast auf der Zunge. Das ist das Geheimnis eines perfekten Spitzbuben – und genau das habe ich hier perfektioniert.
  • Einfache Zutaten: Ihr braucht nichts Exotisches. Butter, Mehl, Zucker, Eigelb – das habt ihr garantiert zu Hause. Die Konfitüre ist der Star, und die bekommt ihr in jedem gut sortierten Supermarkt.
  • Perfekt für gemütliche Stunden: Ob an einem verregneten Sonntagnachmittag, in der Vorweihnachtszeit oder wenn ihr einfach mal eine Auszeit braucht – diese Spitzbuben sind wie eine warme Decke für die Seele.
  • Ein echter Publikumsliebling: Ich habe sie zu Geburtstagen, zum Kaffeklatsch und sogar zur Arbeit mitgebracht. Sie sind immer als erstes weg. Kinder lieben das Fenster, Erwachsene den Geschmack.
  • Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus buttrigem, vanilligem Mürbteig und der fruchtigen, leicht herben Johannisbeere ist einfach himmlisch. Das ist kein gewöhnlicher Keks – das ist ein Erlebnis.

Was dieses Rezept besonders macht? Es ist die Liebe zum Detail. Ich habe gelernt, dass die Butter wirklich kalt sein muss und der Teig unbedingt ruhen sollte. Das ist nicht einfach nur ein weiteres Rezept – es ist das Ergebnis vieler, vieler Backversuche, bei denen ich gelernt habe, was funktioniert und was nicht. Und glaubt mir, dieser Aufwand lohnt sich. Der erste Bissen wird euch an eure Kindheit erinnern, an die Bäckerei um die Ecke oder an den Duft in Omas Küche. Es ist dieses Gefühl von Geborgenheit, das man einfach nicht kaufen kann.

Welche Zutaten ihr braucht

Für diese mürben Spitzbuben braucht es nicht viel. Die Magie liegt in der Qualität der Zutaten und im richtigen Umgang damit. Hier ist, was auf den Tisch kommt:

Für den Mürbteig:

  • 300 g Weizenmehl (Type 405) – am besten fein gesiebt, damit der Teig besonders zart wird.
  • 200 g kalte Butter – in kleine Würfel geschnitten. Das ist wichtig! Die Butter darf nicht zu weich sein, sonst wird der Teig nicht mürbe. Ich nehme am liebsten deutsche Markenbutter, sie hat einfach den besten Geschmack.
  • 100 g Puderzucker – macht den Teig feiner als normaler Zucker. Wer keinen hat, kann auch feinen Kristallzucker nehmen, aber Puderzucker ist wirklich besser.
  • 2 Eigelb (Größe M) – sie binden den Teig und geben ihm eine schöne gelbe Farbe. Das Eiweiß könnt ihr übrigens einfrieren oder für einen anderen Zweck verwenden.
  • 1 Päckchen Vanillezucker – oder das Mark einer halben Vanilleschote. Das gibt dem Teig diese unverwechselbare, warme Note.
  • 1 Prise Salz – klingt seltsam in süßem Gebäck, aber es hebt den Buttergeschmack enorm.

Für die Füllung und Dekoration:

Mürbe Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre preparation steps

  • 200 g Johannisbeerkonfitüre – ich schwöre auf die Sorte mit ganzen Früchten. Die kleinen Kerne und die leichte Säure sind perfekt. Wer es süßer mag, kann auch Erdbeere oder Himbeere nehmen, aber die Johannisbeere ist der Klassiker.
  • Puderzucker zum Bestäuben – für den letzten Schliff. Einfach durch ein feines Sieb streuen.

Ein Tipp von mir: Achtet bei der Konfitüre auf den Zuckergehalt. Manche Sorten sind extrem süß und überdecken dann den feinen Buttergeschmack. Eine gute, nicht zu süße Johannisbeerkonfitüre ist der Schlüssel zum Erfolg. Und wenn ihr frische Johannisbeeren im Sommer habt, könnt ihr die natürlich auch selbst einkochen – das ist die Königsklasse!

Welche Ausrüstung ihr braucht

Ihr müsst kein Profi sein, um diese Spitzbuben zu backen. Die meisten Dinge habt ihr sicher in der Küche. Hier ist, was ich verwende:

  • Eine große Rührschüssel – aus Edelstahl oder Glas, das ist egal. Hauptsache, sie ist groß genug, damit ihr den Teig gut verkneten könnt.
  • Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine – für den Teig. Mit den Händen geht es auch, aber dann wird die Butter schnell warm. Ich benutze lieber die Maschine, das ist sauberer und schneller.
  • Ein Nudelholz – zum Ausrollen des Teigs. Ein gleichmäßig dicker Teig ist das A und O.
  • Ausstechformen – ihr braucht eine runde Form (ca. 5 cm Durchmesser) und eine kleine, runde Form für das “Fenster” (ca. 2 cm). Ich habe mir ein Set mit verschiedenen Größen gekauft, das war eine gute Investition.
  • Ein Backblech mit Backpapier – am besten zwei, dann könnt ihr im Wechsel backen und die Bleche abkühlen lassen.
  • Ein feines Sieb – zum Bestäuben mit Puderzucker und zum Sieben des Mehls.
  • Ein kleiner Topf – zum Erwärmen der Konfitüre.
  • Ein Teelöffel oder ein kleiner Spatel – zum Auftragen der Marmelade.

Budget-Tipp: Wenn ihr keine kleine Ausstechform für das Fenster habt, könnt ihr auch eine leere, saubere Tintenpatrone oder die Rückseite einer großen Lochtülle verwenden. Oder ihr lasst das Fenster einfach weg und macht sie als runde Kekse mit Marmelade in der Mitte – das schmeckt genauso gut!

Die Zubereitung – Schritt für Schritt

Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist einfacher, als es aussieht. Folgt einfach diesen Schritten, und ihr werdet belohnt.

  1. Der Teig: Gebt das Mehl, den Puderzucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in eine große Schüssel. Mischt alles kurz durch. Dann die kalten Butterwürfel und die beiden Eigelbe dazugeben. Jetzt verknetet ihr alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Der Teig sollte sich zu einer Kugel formen lassen, ohne zu kleben. Wenn er noch zu krümelig ist, gebt einen Esslöffel kaltes Wasser dazu. Aber vorsichtig, nicht zu viel!
  2. Die Ruhezeit: Das ist der wichtigste Schritt! Formt den Teig zu einer flachen Scheibe (dann kühlt er schneller durch), wickelt ihn in Frischhaltefolie und legt ihn für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank. Ich lasse ihn oft über Nacht ruhen. Das macht den Teig unglaublich mürbe und verhindert, dass er beim Backen verläuft. Glaubt mir, diese Geduld zahlt sich aus.
  3. Den Teig ausrollen: Heizt den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Holt den Teig aus dem Kühlschrank und lasst ihn 5 Minuten bei Raumtemperatur etwas antauen. Dann rollt ihr ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig etwa 3-4 mm dick aus. Sticht so viele Kreise wie möglich aus. Sammelt die Teigreste, formt sie zu einer Kugel, rollt sie erneut aus und wiederholt den Vorgang, bis der Teig aufgebraucht ist.
  4. Die Fenster ausstechen: Bei der Hälfte der Kreise stecht ihr nun mit der kleinen Form ein Fenster in der Mitte aus. Diese Teigreste könnt ihr wieder zum Rest geben und erneut ausrollen. Legt die Kekse mit etwas Abstand auf die mit Backpapier belegten Bleche.
  5. Backen: Backt die Kekse auf der mittleren Schiene für 10-12 Minuten. Sie sollten nur ganz leicht goldgelb werden, nicht braun. Die Fenster-Kekse sind oft eine Minute früher fertig, also behaltet sie im Auge. Lasst sie dann auf dem Blech vollständig abkühlen. Sie sind direkt nach dem Backen noch sehr weich und zerbrechlich!
  6. Die Füllung: Gebt die Johannisbeerkonfitüre in einen kleinen Topf und erwärmt sie bei schwacher Hitze, bis sie flüssig ist. Rührt sie glatt. Das macht das Auftragen viel einfacher und verhindert, dass die Kekse aufweichen. Bestreicht nun die Unterseite der ganzen Kekse (also die ohne Fenster) dünn mit der warmen Konfitüre. Setzt dann einen Fenster-Keks darauf und drückt ihn ganz leicht an. Die Marmelade sollte leicht aus dem Fenster quellen – das sieht am Ende wunderschön aus.
  7. Der letzte Schliff: Lasst die gefüllten Spitzbuben für etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit die Marmelade etwas fest werden kann. Dann bestäubt ihr sie großzügig mit Puderzucker. Ich streue den Zucker immer erst nach dem Füllen auf, damit er nicht von der Marmelade feucht wird.

Mein persönlicher Tipp: Wenn die Kekse beim Ausstechen oder Füllen mal zerbrechen – kein Problem! Das passiert den Besten. Einfach die Bruchstücke in den Mund stecken (Qualitätskontrolle!) und weitermachen. Perfektion ist überschätzt, aber der Geschmack nicht.

Backtipps & Techniken für perfekte Spitzbuben

Ich habe in meiner Backkarriere mehr Fehler gemacht, als mir lieb ist. Aber genau daraus lernt man. Hier sind meine besten Erkenntnisse für euch:

  • Der Teig darf nicht warm werden. Das ist die goldene Regel für Mürbteig. Wenn die Butter schmilzt, bevor der Teig im Ofen ist, werden die Kekse hart und breit. Arbeitet deshalb so schnell wie möglich und stellt den Teig bei Bedarf nochmal für 10 Minuten kalt.
  • Gleichmäßig ausrollen. Nichts ist ärgerlicher als dünne, verbrannte Ränder und dicke, teigige Mitten. Rollt den Teig gleichmäßig aus. Ich lege mir manchmal zwei gleich dicke Holzleisten neben den Teig, auf denen das Nudelholz aufliegt. So wird die Dicke perfekt.
  • Das richtige Mehl. Ich habe schon mit Dinkelmehl experimentiert. Das Ergebnis war okay, aber nicht so zart wie mit Weizenmehl. Wenn ihr eine gesündere Variante wollt, nehmt die Hälfte Dinkel- und die Hälfte Weizenmehl.
  • Nicht zu viel backen. Die Kekse sehen direkt nach dem Backen noch etwas blass aus. Das ist gut! Sie werden beim Abkühlen fester. Wenn ihr sie zu lange backt, werden sie trocken und bröselig. Sie sollten am Rand ganz leicht golden sein – das ist das Zeichen.
  • Multitasking ist der Schlüssel. Während der Teig im Kühlschrank ruht, könnt ihr schon die Konfitüre bereitstellen, die Arbeitsfläche säubern und den Ofen vorheizen. So habt ihr später weniger Stress.

Variationen & Anpassungen

Dieses Grundrezept ist so vielseitig! Ich liebe es, damit zu experimentieren. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:

  • Die vegane Variante: Ersetzt die Butter durch vegane Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt) und die Eigelbe durch 2 Esslöffel kaltes Wasser und 1 Esslöffel Leinsamenmehl. Der Teig wird etwas brüchiger, aber mit Geduld funktioniert es super.
  • Die glutenfreie Variante: Verwendet eine glutenfreie Mehlmischung (1:1 für Kuchen und Gebäck). Achtet darauf, dass sie Xanthan oder Guarkernmehl enthält, sonst bröselt der Teig zu sehr. Ich habe gute Erfahrungen mit der Schär-Mischung gemacht.
  • Andere Fruchtsorten: Johannisbeere ist der Klassiker, aber probiert es auch mal mit Himbeer-, Aprikosen- oder Quittenkonfitüre. Im Sommer liebe ich eine selbstgemachte Rhabarber-Vanille-Konfitüre – das ist der absolute Wahnsinn!
  • Schokoladen-Spitzbuben: Gebt 2 Esslöffel Kakaopulver (ungesüßt) zum Mehl und reduziert das Mehl um die gleiche Menge. Füllt sie dann mit einer dunklen Schokoladencreme oder einer Orangenmarmelade. Ein Traum!
  • Gewürz-Spitzbuben: Fügt dem Teig 1 Teelöffel Zimt, eine Prise Nelkenpulver und etwas abgeriebene Orangenschale hinzu. Das passt perfekt in die Vorweihnachtszeit und schmeckt mit Preiselbeerkonfitüre.

Meine liebste, etwas verrückte Variante: Ich habe mal Speck-Streifen auf die Kekse gelegt, bevor ich sie gebacken habe. Klingt komisch, oder? Der salzige Speck mit der süßen Johannisbeere – das war ein Experiment auf einer Party und es war der absolute Renner. Aber für den Alltag bleibe ich dann doch lieber beim Original.

Servieren & Aufbewahren

Die Spitzbuben schmecken am besten, wenn sie einen Tag durchgezogen sind. Dann sind sie schön weich und die Aromen haben sich verbunden. Aber ehrlich, direkt aus dem Ofen sind sie auch unschlagbar.

  • Servieren: Ich serviere sie auf einer großen Platte oder in einer hübschen Keksdose. Ein Klecks Schlagsahne oder eine Kugel Vanilleeis dazu? Himmlisch! Sie passen perfekt zu einer Tasse Kaffee, einem Glas Milch oder einem heißen Kakao an einem kalten Tag.
  • Aufbewahrung im Kühlschrank: In einer luftdichten Dose halten sie sich im Kühlschrank problemlos 2-3 Wochen. Ich lege sie immer mit Backpapier zwischen die Lagen, damit sie nicht aneinanderkleben. Der Geschmack wird sogar noch besser, je länger sie liegen.
  • Einfrieren: Ihr könnt die ungefüllten Kekse wunderbar einfrieren. Einfach in einen Gefrierbeutel geben und bis zu 3 Monate haltbar. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur auf ein Blech legen und dann nach Rezept füllen und bestäuben. So habt ihr immer frische Spitzbuben parat, wenn unerwartet Besuch kommt.
  • Reheating-Tipp: Wenn die Kekse nach ein paar Tagen etwas weich geworden sind (was sie eigentlich sollen), könnt ihr sie für 3 Minuten bei 100°C im Ofen aufbacken. Dann werden sie wieder etwas knuspriger. Aber ich mag sie lieber weich und mürbe.

Ein Hinweis zur Haltbarkeit: Achtet darauf, dass die Konfitüre nicht zu nass ist, sonst werden die Kekse matschig. Deshalb erwärme ich sie ja auch vor dem Füllen, damit die überschüssige Flüssigkeit verdampft. So bleiben sie länger frisch.

Nährwertangaben & gesundheitliche Aspekte

Ich bin kein Ernährungsberater, aber ich weiß, dass man sich ab und zu etwas gönnen darf. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Spitzbuben (bei etwa 30 Stück):

Nährwert Pro Stück
Kalorien ca. 120 kcal
Fett ca. 7 g
Kohlenhydrate ca. 13 g
davon Zucker ca. 6 g
Eiweiß ca. 1,5 g

Die gute Seite: Die Johannisbeeren sind reich an Vitamin C und Antioxidantien. Ok, die Menge ist nicht riesig, aber es ist ein kleiner Beitrag. Die Butter liefert wertvolles Vitamin A. Und der Puderzucker? Der nährt die Seele. Ehrlich, manchmal ist das der wichtigste Nährstoff. Diese Spitzbuben sind kein Diätgebäck, aber sie sind ein Stück Lebensfreude. Und die sollte man sich ab und zu gönnen, ohne schlechtes Gewissen.

Allergene: Enthält Gluten (Weizenmehl), Laktose (Butter) und Eier (Eigelb). Für Allergiker bitte die entsprechenden Ersatzprodukte aus den Variationen verwenden.

Fazit – Warum ihr dieses Rezept sofort ausprobieren solltet

Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Begeisterung anstecken. Diese mürben Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre sind nicht einfach nur Kekse. Sie sind eine kleine Auszeit vom Alltag. Sie sind der Duft von Butter und Vanille in der Küche. Sie sind das Gefühl, wenn der erste Bissen auf der Zunge zergeht und man kurz die Augen schließt, weil es so gut schmeckt. Sie sind ein Stück Kindheit, das man sich jederzeit zurückholen kann.

Ich liebe dieses Rezept, weil es so verzeihend ist. Einmal habe ich vergessen, den Teig zu kühlen, und die Kekse sind trotzdem gut geworden (nur nicht ganz so perfekt). Ein anderes Mal habe ich die Konfitüre zu dick aufgetragen, und die Kekse sind auseinandergefallen. Aber wisst ihr was? Sie haben trotzdem allen geschmeckt. Es gibt keine Fehler, nur neue Kreationen.

Also, traut euch! Holt die Zutaten raus, krempelt die Ärmel hoch und backt euch ein Stück Kindheit. Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren erzählt, wie sie bei euch gelungen sind. Habt ihr eine andere Konfitüre genommen? Eine besondere Verzierung ausprobiert? Oder habt ihr vielleicht auch einen kleinen “Unfall” in der Küche, der sich als Glücksfall herausgestellt hat? Teilt es mit mir! Und wenn euch das Rezept gefällt, dann teilt es doch mit euren Freunden und eurer Familie. Denn gutes Essen ist dazu da, geteilt zu werden.

In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken, und backt mit Liebe!

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich den Teig auch einen Tag vorher zubereiten?

Unbedingt! Das ist sogar ideal. Der Teig kann gut abgedeckt im Kühlschrank bis zu 2 Tage ruhen. Nehmt ihn dann etwa 10 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank, damit er nicht zu hart ist.

Warum werden meine Spitzbuben hart und nicht mürbe?

Das liegt meistens an einer von zwei Sachen: entweder war die Butter zu warm und der Teig wurde zu lange geknetet, oder die Kekse wurden zu lange gebacken. Achtet auf die Ruhezeit im Kühlschrank und backt sie nur, bis sie ganz leicht goldgelb sind.

Kann ich die Kekse auch ohne Ei zubereiten?

Ja, das funktioniert. Ersetzt die beiden Eigelbe durch 2 Esslöffel kaltes Wasser und 1 Esslöffel Apfelmus oder pürierte Banane. Der Teig wird dann etwas weniger mürbe, aber immer noch lecker.

Welche Konfitüre eignet sich am besten?

Johannisbeerkonfitüre ist der absolute Klassiker. Aber auch Himbeere, Aprikose oder eine gemischte Waldbeerkonfitüre schmecken hervorragend. Achtet darauf, dass die Konfitüre nicht zu flüssig ist, sonst weichen die Kekse auf.

Wie lagere ich die Spitzbuben am besten, damit sie lange frisch bleiben?

In einer luftdichten Keksdose, an einem kühlen und trockenen Ort (nicht im Kühlschrank, wenn ihr sie innerhalb von 2 Wochen esst). Zwischen die Lagen könnt ihr Backpapier legen. So halten sie sich mehrere Wochen und werden sogar noch etwas weicher und aromatischer.

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Mürbe Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre recipe

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Mürbe Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre – Einfaches Rezept für Kindheitserinnerungen

Diese mürben Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre sind ein Stück Kindheit. Der zarte Mürbteig und die fruchtige, leicht säuerliche Füllung ergeben ein unwiderstehliches Gebäck, das an Omas Bäckerei erinnert.

  • Author: Emma
  • Prep Time: 30 Minuten
  • Cook Time: 12 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 42 Minuten (inkl. Ruhezeit)
  • Yield: 30 Stück 1x
  • Category: Kekse / Gebäck
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 300 g Weizenmehl (Type 405)
  • 200 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
  • 100 g Puderzucker
  • 2 Eigelb (Größe M)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Johannisbeerkonfitüre (mit ganzen Früchten)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Instructions

  1. Mehl, Puderzucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Kalte Butterwürfel und Eigelbe dazugeben und mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten (ca. 2-3 Minuten).
  2. Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde (besser über Nacht) im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 5 Minuten bei Raumtemperatur antauen lassen.
  4. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig 3-4 mm dick ausrollen. Mit einer runden Ausstechform (ca. 5 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Teigreste sammeln, erneut ausrollen und wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist.
  5. Bei der Hälfte der Kreise mit einer kleinen runden Form (ca. 2 cm Durchmesser) ein Fenster in der Mitte ausstechen. Die Fenster-Kekse und die ganzen Kekse mit etwas Abstand auf mit Backpapier belegte Bleche legen.
  6. Kekse auf der mittleren Schiene 10-12 Minuten backen, bis sie ganz leicht goldgelb sind. Fenster-Kekse sind oft eine Minute früher fertig. Kekse auf dem Blech vollständig abkühlen lassen.
  7. Johannisbeerkonfitüre in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze erwärmen, bis sie flüssig ist. Die Unterseite der ganzen Kekse (ohne Fenster) dünn mit der warmen Konfitüre bestreichen. Einen Fenster-Keks darauf setzen und leicht andrücken.
  8. Gefüllte Spitzbuben ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, damit die Marmelade etwas fest wird. Dann großzügig mit Puderzucker bestäuben.

Notes

Der Teig muss unbedingt kalt sein und ruhen, damit die Kekse mürbe werden. Die Konfitüre vor dem Füllen erwärmen, damit sie sich leichter verteilen lässt und die Kekse nicht aufweicht. Die Kekse schmecken am besten, wenn sie einen Tag durchgezogen sind.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Spitzbube
  • Calories: 120
  • Sugar: 6
  • Sodium: 50
  • Fat: 7
  • Saturated Fat: 4
  • Carbohydrates: 13
  • Fiber: 0.5
  • Protein: 1.5

Keywords: Spitzbuben, Mürbteig, Johannisbeerkonfitüre, Weihnachtsplätzchen, einfaches Rezept, Kindheitserinnerungen

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